Technische Abnahmen
und Gutachten

für CtP-Bebilderungsanlagen

CtP-Bebilderungsanlagen

Technische Abnahmen und Gutachten

Nach dem Kauf eines CtP-Systems muss dieses überprüft werden. Ziel ist eine störungsarme, wirtschaftliche und auf hohem Qualitätsniveau stehende Fertigung. Für die Qualitätssicherung eines CtP-Systems ist eine hohe Prozessstabilität bei der Bebilderung und Plattenentwicklung wichtig. Denn nur hierdurch ist das Druckergebnis verlässlich reproduzierbar.

Welche Tätigkeiten umfasst die Qualitätssicherung der Druckplattenherstellung?

Die Qualitätssicherung bei der Druckplattenherstellung umfasst die Kontrolle von Prozessparametern und der Druckplattenqualität. Bei beiden Bereichen ist zwischen nicht messtechnischen und messtechnischen Prüfaufgaben zu unterscheiden.

Bei nicht messtechnischen Prüfungen stehen neben visuellen Auswertungen von Kontrollelementen dokumentarische Aufgaben im Vordergrund. Diese sind vor allem bei der Prozesskontrolle zu finden.

Die Überwachung und gegebenenfalls die Steuerung der Systemkomponenten und deren Prozessparameter (Tab. 5) sind die zentralen Elemente der Prozesskontrolle.

Die messtechnischen Prüfaufgaben sind vor allem bei der Qualitätskontrolle anzuwenden, um sicherzustellen, dass die erstellten Druckplatten die geforderten Qualitätskriterien erfüllen. Konstante Produktionsprozesse, welche die Prozesskontrolle gewährleisten sollen, sind hierfür die Voraussetzung.

So könnnen wir Sie unterstützen:
Wir prüfen die Bebilderungseinheit und stellen dazu geeignete Testformen zur Verfügung. Neben dem Belichter werden ggf. auch der Ausgabe-Workflow (mit den CtP-Testformen), der Vorwärmofen, der Entwickler und die Registerstanze begutachtet. Sie erhalten einen Prüfbericht mit einer detaillierten Auswertung der Testformen.
Optional prüfen wir auch den Ausgabe-Workflow auf PDF/X-Konformität, die Tonwertübertragung bei der Druckformherstellung und im Druck die Druckmaschineneinstellungen.
Weiterhin beinhaltet das Prüfkonzept:

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Volle Transparenz

Komplette Dokumentation der Prüfparameter und Gerätekonfiguration.
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erhöhte Qualität

Empfehlung von qualitätssichernden Maßnahmen im Bereich der Druckplattenherstellung.
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Sicherstellung der Funktionalität

Prüfung der Entwicklungseinheit.
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optimale Datenqualität

Messtechnische Ermittlung der Übertragungskennlinie vom Datensatz zur Druckform.
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Individuelle Anpassung

Erstellen und Implementieren einer Anpassungskennlinie (Look-up-Table).
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volle Kontrolle

Prüfung und Sicherstellen der gewünschten Tonwertübertragung im Druckprozess.

Wie oft sollte eine Prüfung durchgeführt werden?

Die Häufigkeit der Durchführung der Prüfaufgaben ist unterschiedlich.
Man unterscheidet ständige (auf jeder Druckplatte) und regelmäßige Prüfungen (festgelegte Prüfintervalle, besondere Zeitpunkte wie z. B. bei Wechsel der Entwicklungsflüssigkeit). Bei der Qualitätssicherung standen bisher ständige Prüfungen, ergänzt durch regelmäßige Prüfungen, im Vordergrund [9], [10]. Das Konzept der Qualitätssicherung in diesem Leitfaden trägt den technischen Fortschritten Rechnung und verlegt den Schwerpunkt der Prüfungen auf regelmäßige Kontrollen.

Die Erfassung, Bewertung und Dokumentation der Prozessparameter wird als Prozesskontrolle deklariert. Die erforderlichen Schritte zur Prüfung der Druckplattenqualität werden als Qualitätskontrolle bezeichnet.

Das sollten Sie bei der Wahl des Druckplattenfabrikates beachten

Die fortschreitende Standardisierung und die stetige Verkürzung der Fertigungszeiten setzen eine unbedingte Zuverlässigkeit der Anlagen voraus.

1. Es gibt nur wenige Fabrikate speziell für die CtP-Belichtung

Grundsätzlich gilt es bei der Belichtung von konventionellen Druckplatten zu beachten, dass sich nicht auf allen Druckplattenfabrikaten gleiche Ergebnisse bei der Belichtung in CtP-Anlagen erzielen lassen. Trotz gleicher Kategorisierung („konventionelle Druckplatte“) gibt es nur wenige Druckplattenfabrikate, welche speziell für die Belichtung in CtP-Anlagen angepasst oder für diese Anwendung entwickelt wurden. Bei genauer Betrachtung ist bei Druckplattenfabrikaten, welche speziell für die Belichtung in CtP-Anlagen entwickelt bzw. angepasst wurden, die Bezeichnung der „konventionellen Druckplatte“ als fraglich anzusehen – im Markt hat sich dies jedoch so durchgesetzt.

2. Nur 29 % der erhältlichen Druckplatten eigens für die Belichtung in CtP-Anlagen entwickelt

Wie eine Erhebung von 59 derzeit am Markt verfügbaren konventionellen Druckplatten im Rahmen des Forschungsvorhabens der FOGRA ergeben hat, sind nur 29 % der erhältlichen Druckplatten eigens für die Belichtung in CtP-Anlagen entwickelt bzw. angepasst worden.

Druckplatten-speziell-für-CTP

3. 71 %stellen herkömmliche Druckplatten für die konventionelle Rahmenkopie dar

Die restlichen 71 % (zu denen auch diejenigen Druckplatten gezählt wurden, bei denen keine Herstellerangaben bzgl. einer Eignung für die CtP-Belichtung vorhanden waren) stellen herkömmliche Druckplatten für die konventionelle Rahmenkopie dar.

 

Daher soll darauf hingewiesen werden, dass zwischen den einzelnen Fabrikaten durchaus Unterschiede bestehen – dies betrifft beispielsweise die Rautiefe des Aluminiumsubstrats, die Homogenität und Konstanz der Kopierschicht oder auch die Mattierung der Oberfläche, wie sie bei manchen Fabrikaten zur Vermeidung von Hohlkopien im Kopierrahmen angewendet wurde. Im Hinblick auf die heutigen Anforderungen der Druckproduktionen ist eine Eignung daher genau zu prüfen.

3 Punkte die Sie bei der Wahl der Entwicklungschemikalien beachten sollten

Ebenso wie beim Druckplattenfabrikat kann das Fabrikat der Entwicklungschemikalien
als Einflussgröße betrachtet werden.

Entwicklungsflüssigkeit CTP

Entwicklungschemikalien

Es empfiehlt sich stets, den vom Druckplattenhersteller bereitgestellten Systementwickler bzw. die freigegebene Entwicklungschemikalien von Fremdanbietern zu verwenden. Denn neben der grundsätzlichen Entwickelbarkeit einer Druckplatte in einer Entwicklungsflüssigkeit unter praxisüblichen Bedingungen spielt auch die Standzeit eine Rolle, also die Zeit, in der die chemische Reaktion zwischen Druckplatte und Entwicklungsflüssigkeit gleich bleibt und konstante Ausgabeergebnisse produziert werden.

Fachkundige Abnahme

Bei ungeeigneten Kombinationen von Druckplatte und Entwicklungschemikalien kann das chemische System trotz eines anfänglich einwandfreien Ausgabeergebnisses unerwartet instabil werden und eine fehlerhafte Druckplattenentwicklung zur Folge haben.
Eine Abnahme durch fachkompetente Prüfer aus einem unabhängigen Unter-nehmen wie der IPM Müller und Resing GmbH (IPM) schafft Vertrauen auf beiden Seiten, bei Käufer wie Verkäufer gleichermaßen.

Technische Maschinenabnahme Angebot und Auftragsbestätigung
Maschinenabnahme vor Ort

Mängel erfassen und beseitigen

Die Abnahme leistet eine objektive, messtechnische Prüfung der vertraglich festgelegten Merkmale und zeigt sehr schnell alle Mängel der installierten Anlage auf. Erst nach Abstellung aller Mängel sollte die noch ausstehende letzte Forderung des Verkäufers beglichen werden und die Garantiezeit für das CtP-System beginnen. Zusätzlich kann die Abnahme als Schulung für die Mitarbeiter betrachtet werden. Sie werden mit den Qualitätskontrollen vertraut gemacht, die regelmäßig anzuwenden sind. So werden langfristig Störungen und Fehler schnell erkannt und abgestellt. Der Qualitätsnachweis wird durch einen detaillierten und umfangreichen Abnahmeprüfbericht und einem Zertifikat dokumentiert.

CtP Maschinenabnahme
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