Zertifizierung im Offsetdruck (PSO)

Zertifizierung und Standardisierung im Offsetdruck
entsprechend den Vorgaben ISO 12647-2:2013

1. Zertifizierung im Offsetdruck (PSO)

Der ProzessStandard Offsetdruck (PSO) beschreibt eine standardisierte Verfahrensweise bei der Herstellung von Druckerzeugnissen. Von der Druckvorstufe bis hin zum Endprodukt. Dadurch kann der Produktionsablauf von der Erfassung der Druckdaten bis zum fertigen Endprodukt qualitativ abgesichert werden.

Alle Herstellungsprozesse werden durch geeignete Prüfmittel und Kontrollmethoden, die durch den PSO beschrieben werden, gesteuert, geprüft und überwacht. Dazu gehören Messgeräte mit densitometrischen und spektralphotometrischen Eigenschaften, sowie die passenden Prüfelemente, wie z. B. ein Druckkontrollstreifen oder ein Medienkeil. Zudem gibt der Prozess-Standard Offsetdruck (entsprechend der ISO 12647-2) sinnvolle und praktikable Sollwerte und Toleranzen für die Druckproduktion in Form von Farborten, Farbabständen, Tonwertzunahmen undTonwertzunahmespreizungen vor, die zum Bestehen der Zertifizierung nach ISO 12647-2 eingehalten werden müssen.

Computer to Plate Check sowie lineare Belichtung der Prozess-Parameter-Testdruckform.

Zunächst werden die in Ihrem Hause vorhandenen Messgeräte überprüft, erforderlichenfalls kalibriert sowie aufeinander abgestimmt. Dann erfolgt die lineare Belichtung der Testdruckform, dass heißt ohne Verwendung einer Kompensations- bzw. Gradationskurve. Anschließend wird diese messtechnisch ausgewertet.

2. Erster Andruck mit der
IPM-Prozessparameter-Testdruckform auf zwei Bedruckstoffen.

Anhand der IPM Prozessparameter-Testdruckform ermitteln wir anschließend je Druckbedingung (unter Berücksichtigung der in der ISO 12647-2:2013 definierten Vorgaben) alle spektralphotometrischen und densitometrischen Größen im Druckprozess wie z.B.:

  • • Färbungsreihe/CIELab-Volltondichten
  • • Farbabfall (Verreibereinsatz)
  • • Zieldichten standardisieren
  • • Farbannahmeverhalten
  • • Einfärbung: Dichtespreizung
  • • Sekundärfarborte (100%RGB)/Tertiärfarborte (100%CMY)
  • • Schieben/Dublieren-Kontrolle
  • • Tonwertzunahmen und Tonwertzunahmespreizung
  • • Charakterisierung der einzelnen Druckwerke
  • • Druckkontrast
  • • Screening: Moiré, Punktschluss, Tonwertverlauf radial und linear

3. Auswertung (1) der Messergebnisse
sowie Dokumentation des Druckergebnisses.

Bei der Bewertung der Messwerte bzw. deren nominale wie auch visuellen Aufbereitung zur Prozessanpassung unterstützt uns PrintProcessControl. Mit Hilfe unseres optional erhältlichen Prozessanalyse-Tools ist die Kontrolle, Überwachung und Dokumentation aller Produktionsparameter nahezu „kinderleicht“:

4. Korrektur der RIP-LUT´s für beide Bedruckstoffe und Belichten der Druckplatten.

Das Anlegen von Prozessplänen sowie die Vorgehensweise zur Prozessanpassung werden gemeinsam mit den verantwortlichen Vorstufenmitarbeitern besprochen und abgestimmt.

Die Prozesspläne und Belichtungskennlinien werden entsprechend der Druckprozessanalyse für die jeweilige Druckbedingung angelegt. Dabei spielt das „Fabrikat“ des RIP´s keine Rolle – hier können Sie auf unser herstellerübergreifendes Know-How zählen. Der Vorstufenmitarbeiter wird selbstverständlich von uns in die Prozesse integriert und falls erforderlich gezielt am RIP geschult, so dass es für ihn möglich sein wird, selbst Kennlinien anzulegen oder Korrekturen an Belichtungskurven durchzuführen!

Anschließend werden Druckplatten mit der IPM-Visual-Testdruckform, unter Verwendung der neuen Belichtungskennlinien ausgegeben. Die messtechnische Kontrolle soll die Anwendung der neuen Belichtungskennlinien verifi zieren

5. Zweiter Andruck mit der Visual-
Testdruckform zur Verifizierung der Änderungen aus Schritt 4.

Der zweite Andruck erfolgt mit der IPM-Visual-Testdruckform. Diese beinhaltet sowohl messtechnische als auch visuelle Kontrollelemente. Die aussagekräftigen Bilder ermöglichen eine Beurteilung der Screening-Qualität, der Druckprozessqualität bei verschiedensten Motivtypen (Hauttöne, Detail, Struktur, Farbbelegung hoch/niedrig, Lichter, Tiefen, Metall, u.s.w.) und einen ersten visuellen Vergleich des Druckes mit einem Proof oder Referenzdruck (wenn vorhanden!).

6. Auswertung (2) der Messergebnisse,
Fein-anpassung der RIPLUT´s, erneute CTP-Belichtung.

Die trockenen Testdrucke werden ausgemessen, die Messergebnisse ausgewertet und beurteilt. Alle messtechnisch ermittelten Parameter werden mit dem visuellen Eindruck unter Normlicht verglichen.

Zur visuellen Beurteilung dient der ECI-GrayKeil mit seinen Graubalance-Feldern und/oder ein Kundenproof bzw. Referenzdruck. Abweichungen und/oder Übereinstimmungen zwischen Messtechnik und visuellem Eindruck werden erörtert und besprochen. Die messtechnische Auswertung wird unter Berücksichtigung der visuellen Begutachtung den entsprechenden Belichtungskennlinien gegenübergestellt. Die sich daraus ergebenden RIP-Korrekturen werden erneut durchgeführt.

7. Finaler Andruck, Abschlussbesprechung, detaillierte IPM-Dokumentation

Mit der IPM-Visual-Testdruckform werden alle für den Druckprozess relevanten Parameter messtechnisch erfasst und den Vorgaben des ProzessStandard Offsetdruck gemäß ISO–12647 gegenübergestellt. Der „finale Andruck“ mit der IPM-ECI-Visual- Testdruckform ermöglicht die Erzeugung von Charakterisierungsdaten und das optionale Generieren von ICC-Profilen, um zum Beispiel: spezifische Druckbedingungen (FM, Hybrid) zuverlässig in Vorstufenprozesse (Datenkonvertierung, Bildbearbeitung, Proofstrecke) einzubinden.

Fordern Sie jetzt ganz einfach umfangreiche Informationen zur Zertifizierung im Offsetdruck (PSO) an!

Gerne stellen wir Ihnen in einem persönlichen und kostenlosen Gespräch unser Leistungsportfolio, wie auch unsere praktische Herangehensweise zu diesem Thema vor!