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PSO Zertifizierung

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Was ist die PSO Zertifizierung?

Der ProzessStandard Offsetdruck (PSO) beschreibt eine standardisierte Verfahrensweise bei der Herstellung von Druckerzeugnissen. Von der Druckvorstufe bis hin zum Endprodukt. Dadurch kann der Produktionsablauf von der Erfassung der Druckdaten bis zum fertigen Endprodukt qualitativ abgesichert werden. Die PSO Zertifizierung stellt sicher, dass diese qualitativen Anforderungen erreicht wurden.

Was bringt die PSO Zertifizierung?

Alle Herstellungsprozesse werden durch geeignete Prüfmittel und Kontrollmethoden, die durch den PSO beschrieben werden, gesteuert, geprüft und überwacht. Dazu gehören Messgeräte mit densitometrischen und spektralphotometrischen Eigenschaften, sowie die passenden Prüfelemente, wie z. B. ein Druckkontrollstreifen oder ein Medienkeil. Zudem gibt der ProzessStandard Offsetdruck (entsprechend der ISO 12647-2) sinnvolle und praktikable Sollwerte und Toleranzen für die Druckproduktion in Form von Farborten, Farbabständen, Tonwertzunahmen und Tonwertzunahmespreizungen vor, die zum Bestehen der Zertifizierung nach ISO 12647-2 eingehalten werden müssen.

Die Vorteile der Zertifizierung nach ProzessStandard Offsetdruck für Ihr Unternehmen liegen auf der Hand.

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SICHERE PRODUKTION

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HÖHERE EFFIZIENZ

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Wer Zertifiziert PSO?

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Welche Prüfkriterien gibt es?

Die Zertifizierung nach ProzessStandard Offsetdruck wird in zwei Hauptkategorien unterteilt

Kategorie 1: Druckvorstufe

In der Vorstufe wird zwischen dem Datenhandling mit Colormanagement und dem Parameter Prüfdruck unterschieden.

PK 1.1 Datenhandling

Beim Datenhandling müssen Sie nachweisen können, dass Sie in der Lage sind, gelieferte Daten zu übernehmen, sie zu prüfen, zu korrigieren und druckgerecht vorzubereiten. Außerdem wird eine Erstellung von druckfähigen PDF-Daten erwartet.

PK 1.2 Colormanagement

Beim Colormanagement weisen Sie
nach, dass Sie den Umgang mit
ICC-Farbprofilen beherrschen, die Prinzipien
des Colormanagements verstanden
haben und erfolgreich umsetzen
können. Zudem setzen wir einen profilierten
Monitor und geeignete Rahmenbedingungen
voraus.

PK 1.3 Prüfdruck

Sie können nachweisen, dass Sie eine farbverbindliche Drucksimulation aller fünf Papiertypen erzeugen und deren Farbverbindlichkeit messtechnisch belegen können.

Kategorie 2: CtP und Druck

Diese Kategorie wird unterteilt in die Druckformherstellung/Belichtung (CtP) und dem Einrichten von Druckaufträgen mit dem dazugehörigen Auflagenfortdruck.

PK 2.1 Druckformherstellung/Belichtung

Sie sind in der Lage mit entsprechenden Kontrollmitteln ausgestattete Druckformen zu bebildern und diese visuell oder messtechnisch mit geeigneten Messgeräten zu überprüfen.

PK 2.2 Fortdruck nach ISO 12647-2

Sie weisen nach, dass sie in einem gewissen Zeitrahmen OK-Bogen einrichten können, die sich in allen Belangen

innerhalb der zulässigen Abweichungstoleranzen der ISO 12647 bzw. des ProzessStandard Offsetdruck befinden. Im Fortdruck mit einer Auflage von mindestens 3.000 Bogen im Bogenoffset oder 6.000 Überrollungen im Rollenoffset beweisen Sie, dass der Fortdruck innerhalb der zulässigen Schwankungstoleranzen der ISO 12647-2 (ProzessStandard
Offsetdruck) liegen. Bei einem positiven Ergebnis der Prüfung erhalten Sie das Messprotokoll als schriftlichen Report und zudem als PDF-Datei. Außerdem erhalten Sie das LIVING PSO!® – Zertifizierungssiegel. Dieses können Sie z. B. in Briefköpfen in Ihrem Firmenpapier einsetzen oder es als Werbelogo auf Ihrer eigenen Homepage verwenden. Zudem erhalten Sie eine Zertifizierungsurkunde, die eine Gültigkeit von 12 Monaten aufweist. Auf der Urkunde sind alle geprüften Parameter gelistet.

Wie ist der Ablauf der PSO-Zertifizierung

Die Zertifizierung nach ProzessStandard Offsetdruck wird in zwei Hauptkategorien unterteilt

1. Schritt

Computer to Plate Check sowie lineare Belichtung der Prozess-Parameter-Testdruckform.

Zunächst werden die in Ihrem Hause vorhandenen Messgeräte überprüft, erforderlichenfalls kalibriert sowie aufeinander abgestimmt. Dann erfolgt die lineare Belichtung der Testdruckform, dass heißt ohne Verwendung einer Kompensations- bzw. Gradationskurve. Anschließend wird diese messtechnisch ausgewertet.

2. Schritt

Erster Andruck mit der
IPM-Prozessparameter-Testdruckform auf zwei Bedruckstoffen.

Anhand der IPM Prozessparameter-Testdruckform ermitteln wir anschließend je Druckbedingung (unter Berücksichtigung der in der ISO 12647-2:2013 definierten Vorgaben) alle spektralphotometrischen und densitometrischen Größen im Druckprozess wie z.B.:
• Färbungsreihe/CIELab-Volltondichten
• Farbabfall (Verreibereinsatz)
• Zieldichten standardisieren

• Farbannahmeverhalten
• Einfärbung: Dichtespreizung
• Sekundärfarborte (100%RGB)/Tertiärfarborte (100%CMY)
• Schieben/Dublieren-Kontrolle
• Tonwertzunahmen und Tonwertzunahmespreizung
• Charakterisierung der einzelnen Druckwerke
• Druckkontrast
• Screening: Moiré, Punktschluss, Tonwertverlauf radial und linear

3. Schritt

Auswertung (1) der Messergebnisse
sowie Dokumentation des Druckergebnisses.

Bei der Bewertung der Messwerte bzw. deren nominale wie auch visuellen Aufbereitung zur Prozessanpassung unterstützt uns PrintProcessControl. Mit Hilfe unseres optional erhältlichen Prozessanalyse-Tools ist die Kontrolle, Überwachung und Dokumentation aller Produktionsparameter nahezu „kinderleicht“:

4. Schritt

Korrektur der RIP-LUT´s für beide Bedruckstoffe und Belichten der Druckplatten.

Das Anlegen von Prozessplänen sowie die Vorgehensweise zur Prozessanpassung werden gemeinsam mit den verantwortlichen Vorstufenmitarbeitern besprochen und abgestimmt.
Die Prozesspläne und Belichtungskennlinien werden entsprechend der Druckprozessanalyse für die jeweilige Druckbedingung angelegt. Dabei spielt das „Fabrikat“ des RIP´s keine Rolle – hier können Sie auf unser herstellerübergreifendes Know-How zählen.

Der Vorstufenmitarbeiter wird selbstverständlich von uns in die Prozesse integriert und falls erforderlich gezielt am RIP geschult, so dass es für ihn möglich sein wird, selbst Kennlinien anzulegen oder Korrekturen an Belichtungskurven durchzuführen!
Anschließend werden Druckplatten mit der IPM-Visual-Testdruckform, unter Verwendung der neuen Belichtungskennlinien ausgegeben. Die messtechnische Kontrolle soll die Anwendung der neuen Belichtungskennlinien verifi zieren
5. Schritt

Zweiter Andruck mit der Visual-
Testdruckform zur Verifizierung der Änderungen aus Schritt 4.

Der zweite Andruck erfolgt mit der IPM-Visual-Testdruckform. Diese beinhaltet sowohl messtechnische als auch visuelle Kontrollelemente. Die aussagekräftigen Bilder ermöglichen eine Beurteilung der Screening-Qualität, der Druckprozessqualität bei verschiedensten Motivtypen (Hauttöne, Detail, Struktur, Farbbelegung hoch/niedrig, Lichter, Tiefen, Metall, u.s.w.) und einen ersten visuellen Vergleich des Druckes mit einem Proof oder Referenzdruck (wenn vorhanden!).

6. Schritt

Auswertung (2) der Messergebnisse,
Fein-anpassung der RIPLUT´s, erneute CTP-Belichtung

Die trockenen Testdrucke werden ausgemessen, die Messergebnisse ausgewertet und beurteilt. Alle messtechnisch ermittelten Parameter werden mit dem visuellen Eindruck unter Normlicht verglichen.
Zur visuellen Beurteilung dient der ECI-GrayKeil mit seinen Graubalance-Feldern und/oder ein Kundenproof bzw. Referenzdruck.

Abweichungen und/oder Übereinstimmungen zwischen Messtechnik und visuellem Eindruck werden erörtert und besprochen. Die messtechnische Auswertung wird unter Berücksichtigung der visuellen Begutachtung den entsprechenden Belichtungskennlinien gegenübergestellt. Die sich daraus ergebenden RIP-Korrekturen werden erneut durchgeführt.
7. Schritt

Finaler Andruck, Abschlussbesprechung, detaillierte IPM-Dokumentation

Mit der IPM-Visual-Testdruckform werden alle für den Druckprozess relevanten Parameter messtechnisch erfasst und den Vorgaben des ProzessStandard Offsetdruck gemäß ISO–12647 gegenübergestellt. Der „finale Andruck“ mit der IPM-ECI-Visual- Testdruckform ermöglicht die Erzeugung von Charakterisierungsdaten und das optionale Generieren von ICC-Profilen, um zum Beispiel: spezifische Druckbedingungen (FM, Hybrid) zuverlässig in Vorstufenprozesse (Datenkonvertierung, Bildbearbeitung, Proofstrecke) einzubinden.

Was erhalte ich im Anschluss an die Zertifizierung?

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PSO Urkunde

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PSO Zertifikat

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Häufig gestellte Fragen

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Wie geht es nach der Zertifizierung weiter?

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Was kostet die Zertifizierung?

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Kann IPM die PSO Zertifizierung durchführen?

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Kann ich nach der Zertifizierung mit einer nachhaltigen Verbesserung in meinen Produktionsprozessen rechnen?

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